Orientierung - Ausrichtung wohin?

Um sich im Leben zurecht zu finden, müssen wir Menschen uns orientieren können. Das haben wir mit den Tieren gemeinsam. Doch es gibt auch große Unterschiede. Katzen hören besser als wir Menschen, Hunde riechen besser, Bienen sehen ultraviolettes Licht und Klapperschlangen spüren die Wärmestrahlung anderer Lebewesen. Wir Menschen haben die Fähigkeit technische Hilfsmittel, wie z.B. den Kompass oder das GPS zur Orientierung einzusetzen.
Wir orientieren uns mit allen unseren Sinnen: wir sehen und tasten, wir riechen und schmecken und hören. Doch unsere Sinnesorgane sind begrenzt. Deshalb benötigen wir noch etwas Wesentliches: die Fähigkeit, die verschiedenen Informationen, die wir erhalten, zu kombinieren, zu speichern und als wieder abrufbares Wissen zu behalten.
Diese genannten und bekannten Fähigkeiten setzen wir ein, um in unserem persönlichen Leben Orientierung zu finden, in der Berufs- und Partnerwahl, in allen unseren Lebensabläufen und Entscheidungen.
Diese ganzheitlichen Fähigkeiten brauchen wir auch weiterhin für den Weg unseres Vereins und der Gemeinschaft. Und für uns als christliche Gemeinschaft kann der Ausdruck
„Orientierung" von seiner Ursprungsbedeutung her wichtig werden. Er stammt von dem lateinischen Wort
oriens' (Morgen, Osten) ab und bedeutet: sich nach dem Aufgang der Sonne ausrichten. Als Christen richten wir uns nicht nach Mekka aus,
eher nach Jerusalem, nach dem Morgenstern im Osten, der vor 2000 Jahren in Jesus aufgegangen ist, geboren wurde. Seit dem sind wir eingeladen uns nach seinem Licht und Leben auszurichten. Diese Ausrichtung ist uns nicht unauslöschlich einprogrammiert, wie z.B. manche Orientierung im Tierreich. Sie stellt sich auch nicht automatisch ein wie die Nordrichtung in einem magnetischen Kompass. Wir müssen sie jeden Morgen neu suchen, damit wir nicht orientierungslos durch den Tag laufen oder stolpern.
Gebetszeiten, Stillezeiten, Bibel teilen wollen für uns zu Oasen des Tages werden oder für einen nächsten größeren Zeitabschnitt, der vor uns liegt.
Ich wünsche uns diese tägliche Orientierung an Jesus Christus, an seinen

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