Begleitung alleinerziehender Mütter

Schwungvoll: Die fünfjährige Franziska freut sich auf neue
Spielkameraden. Denn in der Gemeinschaft Dornbusch können jetzt auch
alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern einziehen. Begleitet werden
sie dabei von Franziskas Mutter Doris Ahnert (links). (Foto: Simone
Harr)
Kein Geld, kein
Job, und kein Partner. Eine solche Situation kann für Mütter eine große
Belastung sein. Gerade dann, wenn sie keine Familie und kein soziales
Netz im Hintergrund haben. Die Gemeinschaft Dornbusch und die
Diakonische Bezirksstelle Ravensburg möchte mit ihrem neuen Projekt
diesen Frauen helfen. „Unser Ziel ist es alleinerziehende Müttern in der
schwierigen Situation zu unterstützen, die ihren eigenen Lebensentwurf
durcheinander schmeißt. Wir möchten ihren Rücken und den Boden unter den
Füßen stärken, damit sie ein eigenständiges Leben führen können“, sagt
Siegfried Hornung vom Leitungsteam der Gemeinschaft in Zollenreute. Das
Einzugsgebiet des Projekts ist der Landkreis Ravensburg und der
württembergische Teil des Bodenseekreises.
Entstanden sei die Idee aus zwei Wurzeln. „Wir
hatten in unserer Gemeinschaft ein Projekt für Menschen in
schwierigen Situation. Nachdem wir das beendet haben, kam die
Überlegung auf, alleinerziehenden Müttern zu helfen“.
Zum anderen kam der Impuls von der Diakonischen Bezirksstelle
Ravensburg. „Wir haben in Friedrichshafen Schwangeren- und
Schwangerschaftskonfliktberatung. Dabei ist die Frage nach Wohnraum und
Begleitung brandaktuell“, sagt Gerd Gunßer. Im Herbst 2009
hatte es erste Gespräche zwischen der Lebensgemeinschaft Dornbusch
und der Diakonischen Bezirksstelle gegeben. Seit Anfang des Monats ist
der Kooperationsvertrag unterschrieben.
Zwei
alleinerziehende Mütter können nun in einer gemeinsamen WG im Haus der
Gemeinschaft Dornbusch wohnen. „Wir haben außerdem einen Bauantrag
gestellt, damit wir unter dem Dach einen Raum für eine dritte Frau
ausbauen können“. Begleitet werden die Mütter von
Doris Ahnert. Die vierfache Mutter lebt selbst seit sechs Jahren mit
ihrem Mann und den Kindern in der Gemeinschaft Dornbusch. Derzeit macht
die gelernte Erzieherin eine Ausbildung für individualpsychologische
Beratung und Seelsorge.
Herr Hornung betont, dass es sich
bei dem Projekt um eine Begleitung nicht um einer Betreuung handelt.
„Frau Ahnert übernimmt das, was sonstin einer intakten Familie
aufgefangen wird“, sagt Herr Gunßer. Es gehe dabei um Alltagsfragen wie
Erziehung, Ernährung oder Finanzen. „Die Begleitung ist ganz
individuell, je nachdem wie selbstständig die Frau ist“, berichtet Frau
Ahnert. Sie macht auch deutlich, dass sie nicht die Tagesmutter für die
Kinder der Alleinerziehenden ist, sondern den Frauen auf dem Weg in ein
selbständiges Leben hilft. „Die Unterstützung bei behördlichen
Angelegenheiten übernimmt die Diakonische Bezirksstelle. „Wir helfen den
Frauen bei Anträgen zum Beispiel für die Erstausstattung oder von der
Agentur für Arbeit“, sagt Herr Gunßer.
Finanziert wird das
Projekt unter anderem aus Spenden. „Wir verlangen für den Wohnraum den
Mindestsatz, der von der Agentur für Arbeit für Hartz IV-Empfänger
bezahlt wird. Das was darüber hinaus geht, finanzieren wir aus
Spendengeldern“.
Die Frauen können
zunächst ein Jahr in der WG wohnen. „Wenn dann noch Begleitungsbedarf
besteht, wird das individuell mit der Frau besprochen“.
(Schwäbische Zeitung, 21.10.2011)
Mitleben und...
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...Beziehungen gestalten und Lebendigkeit
spüren
...Lebendigkeit spüren und Leben gestalten
Der Dornbusch-Hof ist ein Ort, an dem
Menschen für einige Zeit mitleben und für diese Zeit
ein Stück Heimat finden können. Das Mitleben im
Rahmen der Hausgemeinschaft kann eine Zeit sein,
- in der für die eigene
Lebensgestaltung veränderte Ansätze entstehen,
- in der Beziehungen überprüft
und selbst-bewußter wahrgenommen werden
- in der sich Schweres und Unheiles
verwandelt.

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Dornbusch e.V.
Siegfried Hornung
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88326 Aulendorf
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